Das Projekt bestand darin, an das bestehende Restaurant Bahnhof in Mettmenstetten, ein Anbau zu realisieren, der eine Bar mit ca. 30 Plätzen und ein weiterer Speisesaal von ca. 120 m2 aufweist. Im Untergeschoss sollen Lagerflächen, Technikräume und die WC Anlagen entstehen. Das jetzige Lager im Erdgeschoss wird mit einer Kühlzelle und einem Weinkeller erweitert und die Küche vergrössert. Zudem soll über der Lagervergrösserung im Erdgeschoss das zweistöckige Einfamilienhaus des Beizers gebaut werden.
Das bestehende Restaurant war mit einer Ölheizung und einer Lüftung (keine Klimaanlage) ausgestattet. Bei den neuen Nettoflächen (Restaurant neu 400m2, Wohnung 250m2) wurde klar, dass eine Wärmegewinnung über die bestehende Ölheizung nicht wirtschaftlich wäre: Neue Brenneranlage wäre notwendig, hoher Ölverbrauch führt zu hohen Heizkosten, Leitungsführung, dh. die Anbindung vom bestehendem Technikraum an den Neuen wäre kostspielig gewesen. Der Entscheid auf Erdsonden und eine Wärmepumpe schien sinnvoll. (Länge Erdsonde ca 540m, 3 Bohrungen à 180m)
Die Frage nach dem richtigen Heiz-, und Lüftungssystem war erheblich schwieriger. Im Restaurant Anbau soll ein Oblicht entstehen (ca 8 x 8 meter) das im Sommer geöffnet werden kann und in der Nacht den Blick in den Sternenhimmel ermöglicht. Zudem ist der neue Eingang zwischen den beiden Restaurantteilen nicht durch einen Windfang abgetrennt, womit Luftzug entstehen könnte. Die bestehende Lüftung soll eingebunden und im Sommer zur Klimaanlage werden.
Anfänglich plante man eine Bodenheizung und eine konventionelle Lüftungsanlage. Dies hätte eine komplizierte und unästhetische Lüftungsrohrführung an der Decke zur Folge gehabt. (Wegen eingeschränkten Gebäudehöhen, musste die Lüftung sichtbar unter der Decke geführt werden.) Zudem wäre ein extremer Kaltluftabfall unter dem Oblicht zu erwarten gewesen.
Ein System das heizt, kühlt, lüftet und für gleichmässige Raumlufttemperaturen und Luftumwälzung sorgt, um den Kaltluftabfall zu verhindern, war gesucht.
Bild rechts: Grundriss UG; rot = Abluft; blau Zu-, Frischluft
Bild links: Grundriss EG; rot = Abluft; blau Zu-, Frischluft
Der HLKS Spezialist schlug die Installation einer klimatechnischen Anlage mit dem Regelungs- und Steuersystem der Bauer Optimierungstechnik vor: Im Raum geht die vorher gerichtete Luftströmung in eine ungerichtete Durchströmung über; an jedem Raumpunkt stellt sich die gleiche Temperatur ein. Zudem wird der Energieverbrauch erheblich gesenkt.
Die Frischluft wird über ein mächtiges sichtbares Rohr unter der Decke, vom Monoblock im UG über die Bar ins Restaurant geführt. Eine komplexe Regel- und Messtechnik sorgt für eine gleichmässige Vermischung der Raumluft mit der zugeführten Aussenluft, so dass im gesamten Raum die gleichen Bedingungen herrschen. Die richtige Luftmenge wird in optimaler Qualität am richtigen Ort bereitgestellt. Einzig die im hinteren Bereich liegende Bar musste mit einem separaten Frischluftrohr ausgestattet werden. Für die Abfuhr der der Abluft sorgt ein einziger Abluftkanal (1000/400) welcher durch ein antrazit gespritztes Lüftungsgitter (700/700) in der geräucherten Eichenrückwand der Bar, die Luft abzieht. Die Lüftungsanlage im bestehenden Restaurant wurde auch angeschlossen, notwendig waren lediglich ein zusätzlicher Fühler im Raum und einige technische Anpassungen am bestehenden Monoblock auf dem Dach.
Nach langem Messen der Luftströmungen im Raum, durch das kommen und gehen der Restaurantbesucher, einrichten der Software und einprogrammieren sämtlicher Daten vor Ort funktioniert der ständige Luftwechsel zwischen vertikalen, horizontalen und diagonalen Strömungsrichtungen und es entsteht ein ausgewogenes Raumklima mit einer angenehmen Behaglichkeit. Weitere Wartungsarbeiten können nun per Internet von Überall her vorgenommen werden, dies senkt die Wartungs- und Instandhaltungskosten.
Bild: Zuluftrohr
Bild: Bar Abluft
Die Wohnung wird über eine Bodenheizung beheizt. Das Warmwasser über kommt von einen Boiler, der die Abwärme der Kühlanlage zieht, welche die Kühlelemente der Bar, den Weinkeller (20m2) und die Kühlzelle (30m2) auf die gewünschte Temperatur kühlt. Den Wärmeüberschuss der Kühlanlage wird über einen Plattentauscher in den Heizspeicher abgegeben, welcher über die WP gespiesen ist.
Nach langem Messen der Luftströmungen im Raum, durch das kommen und gehen der Restaurantbesucher, einrichten der Software und einprogrammieren sämtlicher Daten vor Ort funktioniert der ständige Luftwechsel zwischen vertikalen, horizontalen und diagonalen Strömungsrichtungen und es entsteht ein ausgewogenes Raumklima mit einer angenehmen Behaglichkeit. Weitere Wartungsarbeiten können nun per Internet von Überall her vorgenommen werden, dies senkt die Wartungs- und Instandhaltungskosten.
Bild: Zuluftrohr
Bild: Bar Abluft
Die Wohnung wird über eine Bodenheizung beheizt. Das Warmwasser über kommt von einen Boiler, der die Abwärme der Kühlanlage zieht, welche die Kühlelemente der Bar, den Weinkeller (20m2) und die Kühlzelle (30m2) auf die gewünschte Temperatur kühlt. Den Wärmeüberschuss der Kühlanlage wird über einen Plattentauscher in den Heizspeicher abgegeben, welcher über die WP gespiesen ist.
Das Interessante an dem Umbau waren die vielen Komponenten, die durch geschickte Verknüpfungen zusammen ein komplexes, perfekt funktionierendes Heiz-, Lüftungs- und Kühlungssystem ergeben.
Komponenten:
Kühlanlage, Bauersystem Lüftung/Heizung, Bodenheizung der Wohnung, Wärmepumpe, bestehende Ölheizung für den Notfall, bestehende Radiatoren in den Nebenräumen des bestehenden Restaurantes
Komponenten:
Kühlanlage, Bauersystem Lüftung/Heizung, Bodenheizung der Wohnung, Wärmepumpe, bestehende Ölheizung für den Notfall, bestehende Radiatoren in den Nebenräumen des bestehenden Restaurantes




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